DR-Baureihe V 100

Baureihe 1100-8 (V 100)

Aufnahme: © www.dampflok-bilder.de.gg
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Achsfolge B'B'
  Fahrmotor
 MWJ 12 KVD 21 A II
Treibrad-Ø
1.000 mm
  → Leistung 1.000 PS
Laufrad-Ø
- mm
  Hilfsmotor -
Länge über Puffer  13.940 mm
  → Leistung - PS
Gesamtachsstand
9.300 mm
  Kraftstoffvorrat
2.600 l
Drehgestellachsstand
2.300 mm
  Heizbrennstoff
- l
Höchstgeschwindigkeit   100 km/h   Kesselspeisewasser
2.000 l
Anfahrzugkraft 22,7/15,5 t
  Zugheizanlage
Dampf
Dienstlast 64 t   Sifa / Indusi ja / nein
Reibungslast 64 t   Kraftübertragung hydraulisch
Erstes Baujahr 1966
Ausmusterung ab 1993
Betriebsnummern: 110 001-171, 201-896 mit Lücken
BR 202 (112) Versuchsweise rüstete man 1972 insgesamt drei 110er mit einem 1200-PS-Motor aus, was sich auch im Schnellzugdienst ausgezeichnet bewährte. Zwischen 1981 und 1990 wurden im Raw Stendal rund 500 Lokomotiven mit dem 1200-PS-Motor ausgerüstet. Bei der DB AG werden diese Lokomotiven unter der neuen BR 202 geführt.   
BR 203 Bei den Lokomotiven der BR 203 handelt sich um umgebaute Lokomotiven der BR 202 (112), die mit Motoren von Caterpillar oder MTU mit bis zu 1.877 PS ausgerüstet wurden
BR 204 (114/115)
Im Raw Stendal wurden Lokomotiven der BR V100 mit 1400-PS-Motoren ausgerüstet, was gem. dem DR-Nummernschema die Einordnung in die BR 114 (DB AG-BR 204) zur folge hatte. Nachdem ein verbesserter Abgasturbolader (ATL) verfügbar war konnte die Leistung auf 1500 PS gesteigert werden, wodurch die BR 115 entstand. Als nur noch die 1500-PS-Motoren verbaut wurden, entschloss sich die DR die Lokomotiven der BR 114 anzugliedern. So verschwand die BR 115 wieder. Insgesamt wurden zwischen 1983 und 1991 im Raw Stendal 65 Loks umgebaut. 
BR 293/298 (108) Im Unterschied zur Ursprungs-110 besitzen die Lokomotiven der BR 108 ein Strömungswendegetriebe und einen verbrauchsoptimierten Motor mit verminderter Leistung und galten fortan als Rangierlokomotive, wodurch auch der Heizkessel entfallen konnte. Dieser wurde durch zusätzliche Kühlergruppen und ein Vorwärmgerät ersetzt. Ab 1992 erhielten die Lokomotiven bei der DB AG die neue Baureihenbezeichnung 293. Mit dem Einbau von Funkfernsteuerungen Ende der 1990er Jahre wurden sie in BR 298 umgezeichnet
BR 298 (111) Einige Maschinen wurden ganz für den Gebrauch im Rangierdienst umgebaut bzw. neu beschafft. Dazu entfernte man die Zugheizanlagen und ersetzte diese durch ein Betongewicht. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde zugunsten einer gesteigerten Zugkraft bei diesen Lokomotiven durch eine Änderung der Getriebeübersetzung auf 80 km/h beziehungsweise 65 km/h herabgesetzt. Diese Fahrzeuge wurden als Baureihe 111 eingeordnet. Bei der DB AG erhielten sie eine Funkfernsteuerung und dadurch die neue Baureihenbezeichnung 298.