Baureihe ET 188


Baureihe ET 188 501-503 (279 001-005 DR / 479 601-603 DB AG)

Achsfolge Bo
Gattung B / Boeu*
Höchstgeschwindigkeit 50 km/h   Dienstlast 22,7 t
Treibrad-Ø 1.000 mm
  Achslast max. k.A. t
Laufrad-Ø - mm
  Sitzplätze gesamt 50/40**
LüP bzw. LüK 14.500 mm   Gleichspannung 800/600* V DC
Nennleistung 130 kW 32 km/h  

Indienststellung 1930

Die drei Triebwagen befinden sich heute im Besitz des Eisenbahnvereins Märkische Schweiz e.V. (EVMS), der die Buckower Kleinbahn von der DB AG übernommen hat

und als Museumsbahn betreibt.

Betriebsnummern Endwagen:

ET 188 501-503 (279 001, 003, 005 / 479 601-603)

Betriebsnummern Beiwagen:

EB 188 501-502 (279 002, 004, 006*** / 879 601-603)

 

Bei den ET 188 501-503 handelt es sich um die Triebwagen Nr. 1 bis 3 der Buckower Kleinbahn.

 

*Nach der Rekonstruktion 1980/1981:

Als die alten Fahrzeuge den Anforderungen nicht mehr genügten und Probleme bei der Ersatzteilversorgung auftraten, entschloss man sich zu einer Neukonstruktion.

Da auch für die Flachstrecke der Oberweißbacher Bergbahn neue Triebwagen benötigt wurden, wurde im Raw Schöneweide ein neuer Fahrzeugtyp unter der Bezeichnung

BR 2792 konstruiert. Lediglich die äußeren Abmessungen unterscheiden sich für die Buckower und Oberweißbacher Triebwagen.

Da im Raw Schöneweide auch die Modernisierung der S-Bahn-Züge der Baureihe 275 (Stadtbahner) zur Baureihe 2761 erfolgte, konnte auf deren Komponenten bei der Gestaltung des Wagenkastens zurückgegriffen werden. Wegen der Bahnsteighöhe auf der Buckower Strecke war das bei den Türen nicht möglich. Man verwendete die von den Halberstädter Mitteleinstiegwagen bekannten doppelte Drehfalttüren.

Fahrschalter, Motoren, Widerstände und Stromabnehmer jedoch stammen wie auch andere Bauteile von Straßenbahnwagen der Bauart Gotha, die zu dieser Zeit im Raw Schöneweide Hauptinstandsetzungen erhielten.

Deshalb musste 1981 die Fahrdrahtspannung von 800 V auf die übliche Straßenbahnfahrdrahtspannung von 600 V herabgesetzt werden.

Da im Aufgabenplan des RGW der Bau neuer Triebwagen durch die DDR nicht vorgesehen war, wurden die Neubauten offiziell als Rekonstruktion bezeichnet, die alten Züge wurden nach Schöneweide überführt und dort verschrottet, nur einige Ausrüstungsbauteile der alten Wagen und die Betriebsnummern wurden weiterverwendet.

 

**Der ET 188 501 wurde mit einem Gepäckabteil ausgerüstet, weswegen sich die Sitzplatzanzahl auf 40 reduzierte.

 

***Der Beiwagen 279 006 (879 603) kam 1978 wirder zurück auf seine Heimatstrecke.

Zuvor war er ab 1945 als VB 140 603 auf anderen Strecken im Einsatz.


Baureihe ET 188 511+512

Achsfolge Bo
Gattung B
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h   Dienstlast 18,0/18,6* t
Treibrad-Ø 850 mm
  Achslast max. 11,6/12,2* t
Laufrad-Ø - mm
  Sitzplätze gesamt 32
LüP bzw. LüK 11.100 mm   Gleichspannung 1.200 V DC
Nennleistung 88 kW 31 km/h  

Indienststellung 1932
Ausmusterung 1969

Betriebsnummern Endwagen:

ET 188 511+512

Betriebsnummern Beiwagen:

EB 188 511-514

 

*Werte für ET 188 511

 

Bei den ET 188 511+512 handelt es sich um die Personentriebwagen PT 1 und PT 2 der Schleizer Kleinbahn.

Am 01. Juni 1969 wurde der elektrische Betrieb auf der Schleizer Kleinbahn eingestellt, was die Ausmusterung der ET 188 511+512 mit sich brachte.

 

ET 188 511 (ex PT 1) und EB 188 514 (ex Beiwagen Nr. 4) gehören heute zum Bestand des Verkehrsmuseums Dresden.


Baureihe ET 188 521+522

Achsfolge Bo
Gattung BD e
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h   Dienstlast 25,0 t
Treibrad-Ø 850 mm
  Achslast max. 12,5 t
Laufrad-Ø - mm
  Sitzplätze gesamt 16*
LüP bzw. LüK 9.300/9.550* mm   Gleichspannung 1.200 V DC
Nennleistung 88 kW 31 km/h  

Indienststellung 1932
Ausmusterung 1969
Betriebsnummern: ET 188 521+522

 

*Werte für ET 188 521

Der Triebwagen ET 188 522 war etwas kürzer und nur für den Gepäck-/Güterverkehr bestimmt. Im ET 188 521 war nur ein kleinerer Gepäckraum vorhanden, dafür bot er noch Sitzplätze für 16 Fahrgäste.

 

Bei den ET 188 521+512 handelt es sich um die Gepäck-/Gütertriebwagen GT 1 und GT 2 der Schleizer Kleinbahn.

Am 01. Juni 1969 wurde der elektrische Betrieb auf der Schleizer Kleinbahn eingestellt, was die Ausmusterung der ET 188 521+512 mit sich brachte.

 

ET 188 521 (ex GT 1) gehört heute zum Bestand des Verkehrsmuseums Dresden.

ET 188 531 (279 201 DR)

Achsfolge Bo
Gattung B
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h   Dienstlast 14,4 t
Treibrad-Ø 900 mm
  Achslast max. k.A. t
Laufrad-Ø - mm
  Sitzplätze gesamt 45
LüP bzw. LüK 10.300 mm   Gleichspannung 500 V DC
Nennleistung 53 kW 45 km/h  

Indienststellung 1923
Rekonstruktion 1982 in BR 2792
Betriebsnummern: ET 188 531 (279 201 / 479 201)

 

Der ET 188 531 gehört zur Oberweißbacher Bergbahn.

1982 wurde auch er, wie die ET 188 501-503 und ET 188 701 grundlegend Rekonstruiert, was eigentlich einem Neubau gleichkam. Das Aussehen ähnelte nun dem der rekonstruierten Berliner S-Bahnen.


Baureihe ET 188 701 (279 203 DR)

Achsfolge Bo
Gattung B
Höchstgeschwindigkeit 50 km/h   Dienstlast 14,3 t
Treibrad-Ø 800 mm
  Achslast max. k.A. t
Laufrad-Ø - mm
  Sitzplätze gesamt 20
LüP bzw. LüK 11.600 mm   Gleichspannung 500 V DC
Nennleistung 68 kW 50 km/h  

Indienststellung 1909 als Straßenbahntriebwagen
Rekonstruktion 1984 in BR 2792
Betriebsnummern: ET 188 701 (279 203)

 

Der spätere Triebwagen ET 188 701 wurde 1909 als Straßenbahntriebwagen 209 der Leipziger Elektrischen Straßenbahn durch die Waggonfabrik P. Herbrand in Köln gebaut, die elektrische Ausstattung lieferte AEG in Berlin.

Der Wagen wurde im Lauf seiner Betriebszeit bis zur Rekonstruktion 1984 dreimal grundlegend umgebaut, so dass es nicht sicher ist, ob zuletzt überhaupt noch Teile des Ursprungsfahrzeuges vorhanden waren.

 

1929/30 wurde er wie alle Triebwagen des Straßenbahn-Typs 16 in den Typ 27 mit geschlossenen Plattformen umgebaut, die erst um 1920 eingebaute direktwirkende Druckluftbremse entfiel dabei wieder.

 

1955 wurde er im Raw Gotha dem Einsatz auf der Flachstrecke der Oberweißbacher Bergbahn angepasst und u.a. auf Regelspur mit Fernbahnradreifen umgespurt, mit Pufferbohlen und Puffern sowie einem seitlich versetzten Stromabnehmer versehen. Außerdem erhielt er wieder eine diesmal indirekte Druckluftbremse. Anschließend erhielt er die Betriebsnummer ET 188 701.

 

1963 erfolgte der dritte Umbau, diesmal im Raw Berlin-Schöneweide:

Das Fahrzeug erhielt einen neuen, eckigen Wagenkasten mit abgeschrägten Enden in geschweißter Stahlausführung sowie rollengelagerte Radsätze mit 800 mm Laufkreisdurchmesser und einem Achsstand von 5.000 mm. Die elektrische Ausrüstung und Steuerung wurde an den ET 188 531 angepasst. Mit der Einführung der EDV-Nummerierung 1969 erhielt er die Nummer 279 203-4, die er bis zu seinem Ersatz 1984 behielt.


Baureihe 2792 (4792 DB AG)

Aufnahme: 479 201-6    © www.dampflok-bilder.de.gg
Aufnahme: 479 203-2    © www.dampflok-bilder.de.gg
Aufnahme: 479 205-7    © www.dampflok-bilder.de.gg
Achsfolge Bo
Gattung k.A.
Höchstgeschwindigkeit 50 km/h   Dienstlast 19,5 t
Treibrad-Ø 900 mm
  Achslast max. k.A. t
Laufrad-Ø - mm
  Sitzplätze gesamt 25
LüP bzw. LüK 11.600 mm   Gleichspannung 600 V DC
Installierte Leistung 2 x 60 kW  

Indienststellung aus der Rekonstruktion 1982-1984
Die drei Triebwagen sind heute noch bei der Oberweißbacher Bergbahn im Einsatz.
Betriebsnummern: 279 201, 203, 205

 

279 201 → ex ET 188 531

279 203 → ex ET 188 701

279 205 → ex VB 140 518*

 

*Der Triebwagen 279 205 entstand aus dem VB 140 518.

1974 wurde dieser bereits zum Steuerwagen 279 202 umgebaut.

 

Als die alten Fahrzeuge den Anforderungen nicht mehr genügten und Probleme bei der Ersatzteilversorgung auftraten, entschloss man sich zu einer Neukonstruktion.

 

Im Raw Schöneweide wurde hierfür ein neuer Fahrzeugtyp unter der Bezeichnung

BR 2792 konstruiert, deren Aussehen sich an das des bisherigen 279 201 (ET 188 531) anlehnte.

Im gleichen Zeitraum wurden auch die Triebwagen 279 001-003 (ET 188 501-503) der Buckower Kleinbahn rekonstruiert, die sich lediglich bei den äußeren Abmessungen von den Oberweißbacher Triebwagen unterschieden. Die Oberweißbacher Triebwagen mussten auf der Güterbühne nach Lichtenhain auf die Flachstrecke der Oberweißbacher Bergbahn transportiert werden und erhielten deshalb nur einen Achsstand von 6.500 mm.

 

Da im Raw Schöneweide auch die Modernisierung der S-Bahn-Züge der Baureihe 275 (Stadtbahner) zur Baureihe 2761 erfolgte, konnte auf deren Komponenten bei der Gestaltung des Wagenkastens und der Türen zurückgegriffen werden.

Fahrschalter, Motoren, Widerstände und Stromabnehmer stammen jedoch wie auch andere Bauteile von Straßenbahnen der Bauart Gotha, die zu dieser Zeit im Raw Schöneweide Hauptinstandsetzungen erhielten. Deshalb musste 1981 die Fahrdrahtspannung von 500 V auf die übliche Straßenbahnfahrdrahtspannung von 600 V heraufgesetzt werden.

Beim ersten Neubau wurde die Umarbeitung alter Seitenwand-Fallfenster getestet, sie wurden mit Klappen versehen und in den 279 201-8 eingebaut. Da sich der Umbau aber als zu aufwendig erwies, erhielten die S-Bahnzüge der Baureihe 2761 und die weiteren Oberweißbacher Neubauten neue Fenster.

Da im Aufgabenplan des RGW der Bau neuer Triebwagen durch die DDR nicht vorgesehen war, wurden die Neubauten offiziell als Rekonstruktion bezeichnet, die alten Züge wurden nach Schöneweide überführt und dort verschrottet, nur einige Ausrüstungsbauteile der alten Wagen und die Betriebsnummern wurden weiterverwendet.

2008 wurden die Triebwagen 479 201 und 203 aufwändig modernisiert. Die elektrische Anlagen wurden erneuert, ebenso Druckluftanlage und Heizung. Ebenfalls erhielten die Türen eine Schließ- und Sicherungseinrichtung.