DB-Baureihe V 90


Baureihe 290 (V 90)

Aufnahme: © Sammlung Werner Consten www.railpix.de
Achsfolge B'B'   Fahrmotor MTU MB 12 V 652 TA
Treibrad-Ø 1.100 mm   → Leistung 1.350 PS
Laufrad-Ø - mm   Hilfsmotor -
Länge über Puffer 

14.000 mm*

/ 14.320 mm*

  → Leistung - PS
Gesamtachsstand   9.500 mm   Kraftstoffvorrat 3.250 l
Drehgestellachsstand 2.500 mm   Heizbrennstoff - l
Höchstgeschwindigkeit   70/80* km/h   Kesselspeisewasser - l
Anfahrzugkraft 23,6 / 18,8 t   Zugheizanlage -
Dienstlast 77,0 / 78,8* t   Sifa / Indusi ja / ja
Reibungslast 77,0 / 78,8* t   Kraftübertragung hydraulisch
Erstes Baujahr 1964
Die meisten Lokomotiven sind auch heute noch im Einsatz.
Betriebsnummern: 290 001-407, 408**

 

Die Lokomotiven tragen heute die Hauptlast des Einzelwagenverkehrs von DB Schenker und sind in ganz Deutschland zu finden. Sie übernehmen die Abholung und Zustellung von Wagengruppen von und zu Gleisanschlüssen in der Fläche und den Verschub dieser Einheiten auf den Rangierbahnhöfen.

 

*ab Lok 290 021 (Serienproduktion)

 

**die 290 408 ist eine von der Bundeswehr beschaffte Lokomotive der Baureihe 290.

Die Lokomotive wurde am 16. Juli 1974 ausgeliefert und erhielt bei der Bundeswehr die Betriebsnummer 290 999-2.

 

Am 01. Januar 1996 wurde die Lokomotive von der Deutschen Bahn AG übernommen und in 290 408-8 umgenummert.

 

1999 wurde die Lokomotive mit Funkfernsteuerung ausgerüstet und gehört seither der Baureihe 294 an. Sie erhielt die Nummer 294 408-0.

 

2008 erhielt 294 408-0 einen neuen 1.000 kW-Motor (MTU-Motor 8V 4000 R41),

seither trägt sie die Nummer 294 908-9.

BR 294 1995 wurde eine große Zahl von Lokomotiven der BR 290 mit einer Funkfernsteuerung von Krauss-Maffei (KM) ausgerüstet, um Rangierpersonal einsparen zu können. Die so umgebauten Lokomotiven wurden in die BR 294 umgezeichnet. 
BR 296 2007 und 2008 erhielten 45 Lokomotiven der Baureihe 290, die bereits über Bergfunk verfügen, zusätzlich auch die Krauss-Maffei-Fernsteuerung. Die neu geschaffene Baureihe 296 soll sich dadurch in den Rangierbahnhöfen Gremberg, Mannheim, München Nord und Seelze noch flexibler einsetzen lassen. Diese Lokomotiven der Baureihe 296 erhielten durch den Umbau ebenfalls einen neuen 1000-kW-Motor des Typs 8V 4000 R41 von MTU.

Baureihe 291 (V 90 P)

Aufnahme: © Sammlung Werner Consten www.railpix.de
Achsfolge B'B'   Fahrmotor MaK 8 M 282 AK
Treibrad-Ø 1.100 mm   → Leistung   1.100-1.400PS
Laufrad-Ø - mm   Hilfsmotor -
Länge über Puffer   14.320 mm   → Leistung - PS
Gesamtachsstand 9.500 mm   Kraftstoffvorrat 3.500 l
Drehgestellachsstand   2.500 mm   Heizbrennstoff - l
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h   Kesselspeisewasser - l
Anfahrzugkraft 24 t   Zugheizanlage -
Dienstlast 76-90 t   Sifa / Indusi ja / nein
Reibungslast 76-90 t   Kraftübertragung hydraulisch
Baujahre 1965/66 (Vorserie)* / 1974-1978

Seit 2010 werden die Diesellokomotiven der Baureihen 291 und 295

durch neue Lokomotiven der Reihe Voith Gravita 10 BB abgelöst.

Betriebsnummern: 291 001-100, 901-903*

 

*Die Lokomotiven 291 901-903 gehören zu den fünf Vorserienlokomotiven, welche MaK auf eigene Rechnung für Privatbahnen entwickelte. Die Konstruktion basierte auf der Baureihe V 90 und wurden als V 90 P bezeichnet.

Anstelle des in der V 90 verbauten 12-Zylinder V-Motors verwendete MaK einen aus eigener Produktion stammenden 8-Zylinder Reihenmotor.

 

Zwei der Vorserienlokomotiven wurden an die Dortmunder Eisenbahn verkauft, die drei verbliebenen Lokomotiven wurden 1972 von der DB angemietet.

 

Beim Einsatz der Lokomotiven in Norddeutschland zeigte sich, dass sich der verbaute Motor im Streckendienst zwar nicht bewährte, aber für den schweren Rangierdienst gut geeignet war. Diese Erfahrungen veranlassten die DB zu einer Bestellung von 100 Serienlokomotiven.

 

Die V 90 P setzte sich bei Privatbahnen, aufgrund der bundesbahntypischen Bordelektronik (110 V statt der üblichen 24 V), nicht durch, was wiederum zur Entwicklung der G1600 BB (Wikipedia) führte.

Von der G1600 BB wurden 16 Exemplare gebaut.

BR 295 Analog zur Baureihe 290 wurde auch bei allen Serienlokomotiven der BR 291 eine Funkfernsteuerung von Krauss-Maffei eingebaut, diese Lokomotiven wurden in die BR 295 umgezeichnet.