Baureihe 19


Baureihe 190 (sächs. XX HV)

Aufnahme: © www.dampflok-bilder.de.gg
Bauart
1'D 1' h4v

Rostfläche 4,50 m²
Treib- und Kuppelrad-Ø
1.905 mm

Verdampfungsheizfläche
227,05 m²
Laufrad-Ø vorn
1.065 mm

Überhitzerheizfläche 74,00 m²
Laufrad-Ø hinten 1.260 mm
  Zylinder-Ø 480/720 mm
Länge über Puffer
22.632 mm
  Kolbenhub 630 mm
Höchstgeschwindigkeit 120 km/h
  Achslast max. 17,2 t
Leistung 1.800 PS
  Lokreibungslast 68,6 t
Kesselüberdruck 15 bar
  Lokdienstlast 99,9 t

Erstes Baujahr 1918

Ausmusterung 1967

Betriebsnummern: 19 001-023
Betriebsgattung: S 46.17
Tender: sä 2'2' T 31

Baureihe 1910 (Versuch)

Bauart
1'Do 1'   Rostfläche 4,55 m²
Treib- und Kuppelrad-Ø 1.250 mm   Verdampfungsheizfläche 239,67 m²
Laufrad-Ø vorn 1.100 mm   Überhitzerheizfläche 100,00 m²
Laufrad-Ø hinten 1.250 mm   Zylinder-Ø 300 mm
Länge über Puffer 23.775 mm   Kolbenhub 300 mm
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h   Achslast max. 18,7 t
Leistung 1.700 PS   Lokreibungslast 74,6 t
Kesselüberdruck 20 bar   Lokdienstlast 109,3 t

Erstes Baujahr 1942

Abgestellt im September 1944

Betriebsnummern: 19 1001
Betriebsgattung: S 46.18
Tender: 2'3 T 38 St

 

Anfang November 1943 erlitt die 19 1001 große Schäden an einer Gelenkkupplung. Wegen Ersatzteilmangels konnte die Reparatur erst im September 1944 abgeschlossen werden. Zwei Tage nach Abschluss der Reparaturen wurde die Maschine wegen eines undichten Kolbens in Hamburg abgestellt, wo sie im Oktober in Folge eines Bombenangriffs beschädigt wurde.

Nach Kriegsende befand sich die Lok in der Nähe von Göttingen und wurde auf Befehl der amerikanischen Besatzungsmacht an das Herstellerwerk zwecks Reparatur überführt. Die US-Army war sich der Besonderheit dieser Lokomotive mit ihrer innovativen Antriebstechnik bewusst und verschiffte die 19 1001, nach einer kurzen Probefahrt zwischen Kassel und Wabern, zusammen mit der Kondenslok 52 2006 nach Amerika.


Dort angekommen wurde die beiden Lokomotiven ab März 1946 in Fort Monroe (Virginia) ausgestellt. 19 1001 wurde auch auf weiteren Ausstellungen in den USA gezeigt, gelangte allerdings nie in den regulären Zugdienst. 1951 stand 19 1001 in Fort Eustis (Virginia) mit demontierter Stromlinienverkleidung.

 

1952 wurde der Deutschen Bundesbahn angeboten die Lokomotive wieder zurückzukaufen, allerdings bestand kein Bedarf an Schnellfahrlokomotiven und so wurde das Angebot abgelehnt. Da es sich bei der 19 1001 außerdem um ein Einzelstück handelte, wäre sie auch ein kostenintensiver Prototyp gewesen. Da für die 19 1001 auch in den USA keine weitere Verwendung bestand, wurde sie 1952 verschrottet.